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Tipp: hier in Sachsen

Über uns

Im Jahr 2003 beging das Blumengeschäft Zeibig im sächsischen Königstein sein 110jähriges Gründungsjubiläum. In vierter Generation wird der Familienbetrieb heute von Urenkelin Annegret Lasch geführt. Urgroßvater August Kutzke hatte 1893 seine "Kunst- und Handelsgärtnerei" unweit des heutigen Standortes in der Bielatalstraße gegründet. Mit Dekorationen, Blumen- und Kranzbinderei sowie Jungpflanzenanzucht hatte er sich einen guten Ruf erworben.

Fast dreißig Jahre führte August Kutzke die Gärtnerei samt Geschäft. 1922 gab es den ersten Generationswechsel. Tochter Gertrud hatte den Fleischermeister Arthur Zeibig geheiratet. In der Gärtnerei des Schwiegervaters machte er eine umfassende Umschulung, trat die Nachfolge an und führte gemeinsam mit der Ehefrau den Familienbetrieb 41 lange Jahre. Am bewährten Sortiment des Firmengründers hielten sie fest.

Mit Beginn des 2. Weltkrieges begann auch für Gertrud und Arthur Zeibig eine belastende Zeit. Zwei der drei Söhne wurden eingezogen, nur Klaus der Jüngste blieb verschont. Herangewachsen, trat er in die beruflichen Fußstapfen des Vaters, lernte Gärtner von der Pike auf und arbeitete viele Jahre an der Seite der Eltern. 1963 machte Klaus Zeibig seinen Gärtnermeisterabschluss und übernahm im gleichen Jahr das Geschäft. Gemeinsam mit Ehefrau Elfriede setzte er die Familientradition fort, was keinesfalls leicht war. Er widerstand dem Drängen, sich einer Gärtnerischen Produktionsgenossenschaft (GPG) anzuschließen und musste tagtäglich mit den Nachteilen, die auch die privaten Gärtnereibetriebe in der DDR hatten, klarkommen. Diese Nachteile wuchsen sich bis zur Existenzgefährdung aus. Die Waren von Großaufzuchtsbetrieben waren für das Privatunternehmen Zeibig tabu. Unterstützung bekamen Zeibigs von vielen Gärtnerkollegen bei denen Waren zugekauft werden konnten,allerdings im 60 km entfernten Coswig und Radebeul, erinnert sich der Seniorchef. Um zu bestehen, nutzte die Familie jeden Quadratmeter des eigenen Grundstücks als Anbaufläche, um den Königsteinern eine bescheidene Blumenmenge, Zierpflanzen und ein wenig Gemüse anbieten zu können.

Mit der politischen Zeitenwende ergaben sich für Klaus Zeibig und sein Familienunternehmen lang ersehnte, neue Möglichkeiten. Auf der rund 200 qm Hochglasfläche und 200 qm Frühbeetfläche der eigenen Gärtnerei werden nun nur noch Balkonpflanzen, Gruppenpflanzen und Sommerblumen herangezogen. Von nun an wurde mehr Blumenhandel betrieben. Die wunderschöne Blumenpracht von Gerberas bis Orchideen kommt heutzutage von Großanbietern. Mindestens zweimal wöchentlich wird auf dem Großmarkt eingekauft und dreimal in der Woche liefert die Firma Bloomsway , sodas man wirklich täglich frische Ware im Geschäft erhält.

Am 1. Januar 1999 übertrug Klaus Zeibig die Verantwortung des Familienbetriebes auf seine Tochter Annegret Lasch. Ebenfalls eine gelernte Gärtnerin und Floristin. Gemeinsam mit drei Mitarbeitern und der tatkräftigen Hilfe der Eltern führt sie nun das Geschäft weiter. Mit viel Engagement und Ideenreichtum im "Blumengeschäft Zeibig" wird täglich versucht, die Blütenträume der Kunden kompetent zu erfüllen.